Woher wissen Vögel, dass es Futter gibt?

Du möchtest deinen Gartenvögeln etwas Gutes tun und hast ihnen eine Futterstelle eingerichtet? Nun fragst du dich: Woher wissen die Vögel, dass es Futter gibt? Und wie finden die Vögel zum Vogelfutterhäuschen?

Die Vögel finden neu gefüllte Futterstellen, indem sie ihre Sehkraft und ihren Hörsinn nutzen. Sie können also Futterquellen mit den Augen finden und nach anderen Vögel horchen, die bspw. um Nahrung an einer Futterstelle kämpfen.

Vögel sind eigentlich ständig auf der Suche nach Nahrung und untersuchen alle neuen Objekte in ihrem Revier ausgiebigst. Sobald sie also ein Futterhäuschen mit Samen gefunden haben, kommen sie immer wieder dorthin zurück, um zu schauen, ob es wieder gefüllt ist.

Können Gartenvögel Vogelfutter riechen?

Experimente haben gezeigt, dass die meisten Vögel einen eher schlechten Geruchssinn haben. Er ist mit dem von uns Menschen gleichwertig oder sogar weniger empfindlich.

Es gibt dennoch einige wenige Vögel, die einen guten Geruchssinn haben. So können beispielsweise Sturmvögel Chemikalien riechen, die vom Plankton abgegeben werden, um Nahrung in den Ozeanen zu finden. Kiwi-Vögel in Neuseeland nutzen den Geruchssinn, um Beute unter der Erde zu lokalisieren, während sie mit ihren Schnäbeln im Boden buddeln. Auch Papageien wird nachgesagt, dass sie einen guten Geruchssinn haben.

Das sind aber Ausnahmen, die für unsere heimischen Vögel nicht gelten.

Vögel benutzen also ihren Geruchssinn nicht, um Futterplätze zu finden oder um zu erkennen, ob Samen oder andere Nahrung vorhanden ist.

Blaumeise an einer Futterstation
Blaumeise an einer Futterstation


Wie finden Gartenvögel Vogelfutter?

Wenn Vögel Futter nicht riechen können dann bleiben nicht mehr viele Sinne übrig. So ist es naheliegend, dass Vögel in erster Linie ihr Sehvermögen nutzen, um Nahrung zu finden. So können Vögel die Samen und Nüsse sehen, die du in dein Vogelfutterhaus getan hast. Allerdings müssen sie dazu schon ziemlich nahe an der Futterstation sein.

Einige Greifvögel wie zum Beispiel Habichte, Adler oder Falken haben hingegen ein ausgezeichnetes Sehvermögen und können ihre Beute sehr gut auch aus großer Entfernung erkennen.

Um Vögel zu einer neuen Futterstelle zu locken, kannst du also etwas Saatgut auf dem Boden unter und um das Vogelhaus herum streuen, idealweise auf kleinen Holzbrettchen, Tonschalen oder sonstigen Ablagen, und so die Wahscheinlichkeit erhöhren, dass ein Vogel die Samen sichtet. Denn so haben sie eine bessere Chance, das Futter zu entdecken. Diese Methode lockt auch schon einmal Vögel an, die gerne am Boden nach Futter suchen, wie z.B. Amseln oder Spatzen.

Mach es deinen Gartenvögeln also so einfach wie möglich 😉 Hier kannst du übrigens nachlesen, welches das beste Futter für Vögel ist und was Vögel nicht fressen dürfen!

Kohlmeise am Futterhaus
Kohlmeise am Futterhaus

Vögel erkennen Futter mit den Augen

Wie bereits erklärt, können Vögel Vogelfutter sehen und sie erkennen das Vogelfutterhäuschen auf die gleiche Weise, wie du es siehst. Ein Vogelfutterhaus ist für einen Vogel ein kleiner Gegenstand in Form einer Schale oder eines Kastens neben dem großen quadratischen Gebäude (Haus), in dem Menschen leben. In ihm befindet sich Vogelfutter. Wenn deine Gartenvögel einmal bemerkt haben, dass es dort Futter gibt, kommen sie immer wieder.

Vögel sind außerdem sehr neugierige Geschöpfe. Sie erkunden ihr kleines Territorium und halten dabei ständig Ausschau nach zwei Dingen: Feinde und Futter.

Vögel sind sehr intelligent und haben daher auch immer ein Auge auf ihre Artgenossen. Sie beobachten andere Vögel, denn diese können sie auf Gefahren oder auf Nahrungsquellen aufmerksam machen. Wenn andere Vögel auf einer kleinen Fläche versammelt sind, flattern und hüpfen, kann es sich um Nahrung handeln!

Vögel können hören – auch ohne Ohren

Aber das ist noch nicht alles. Wenn eine Gruppe von Vögeln frisst, zwitschern sie meistens immer lautstark und streiten sich um das Futter. Hör einmal genau hin und du wirst auch an deinem Futterhäuschen die Vögel hören.

Das Hören ist also die zweite Art und Weise, wie Vögel Vogelfutter ausfindig machen können.



Woher wissen die Vögel also, wann ich Futter auffülle?

Samen kommen von Pflanzen und samenfressende Vögel müssen sich immer merken, wo diese Pflanzen sind, um regelmäßig Nahrung zu bekommen. Dasselbe gilt für Vogelfutterhäuschen. Vögel werden also deine Futterstation regelmäßig besuchen und sogar mehrmals am Tag kommen, um zu schauen ob es wieder Futter gibt. Sie wissen vielleicht nicht, wie das Futter in das Futterhäuschen gelangt, aber sie schauen immer wieder nach.

Andererseits sehen die Vögel vielleicht, dass du Futter in das Futterhäuschen gibst. Oder sie haben sich vielleicht gemerkt, dass wenn ein Mensch in die Nähe der Futterstelle kommt, es wieder neues Futter gibt. Wie gesagt, Vögel halten immer nach potenziellen Gefahren Ausschau und wir Menschen zählen in der Regel als Gefahr. Wenn du also in deinem Garten bist, werden dich die Vögel beobachten.

Vogelhaus im Garten
Vogelhaus im Garten

Mein Fazit

Die Vögel sehen vielleicht, wie du das Futterhäusschen befüllst. Oder sie schauen mehrmals täglich bei den Futterstellen vorbei und finden neues Futter. Sobald ein oder zwei Vögel ein frisch befülltes Futterhäuschen besuchen, sehen und hören andere Vögel das und folgen ihnen.

Lass dich nicht täuschen, es kann zwar so aussehen, als hätten Vögel ein besonderes Gespür dafür, einfach zu „wissen“, wann du Futter nachgefüllt hast aber sie beobachten dich nur, hören zu und besuchen deinen Garten regelmäßig.

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