15 interessante und lustige Fakten zur Eule

Eulen gehören zu den faszinierendsten heimischen Vogelarten. Ihre Lebensweise und ihr Erscheinungsbild machen sie zu etwas ganz Besonderem und ihr spezifisches Verhalten unterscheidet sich stark von anderen Vögeln.

Hier habe ich euch 15 interessante und lustige Fakten zur Eule zusammengestellt, die ihr bestimmt noch nicht alle kennt! Viel Spaß beim Lesen.

Fakten 1-5

1. Die Ohren der Eule sind schlitzartig und seitlich am Kopf angeordnet, sodass sie kaum zu erkennen sind. Der Gesichtsschleier lenkt zudem den Schall in Richtung der Ohröffnungen und verstärkt ihn bis um das zehnfache. Dadurch können Eulen auch die geringsten Geräusche hören. Bestimmte Eulenarten können dadurch sogar bis zu 30 cm unter die Erde hören. Auch bestimmte Frequenzen können von Eulen erkannt werden, sodass sie Bewegungen in Blättern oder im Unterholz wahrnehmen können.

Eule
Eule

2. Nicht alle Eulen sind nachtaktiv. Obwohl Eulen für ihren nächtlichen Lebensstil bekannt sind, gibt es auch Eulen die tagesaktiv sind. Manche Eulen jagen auch in der Morgen- und Abenddämmerung anstatt in der Nacht. Grund hierfür ist, dass bevorzugte Beute wie zum Beispiel Singvögel oder kleine Säugetiere am Tag besser zu finden sind

3. Eulen würgen unverdauliche Nahrungsreste ihrer Beute wieder heraus. Diese ausgespuckten Reste werden auch als Gewölle der Speiballen bezeichnet. Da Eulen ihre Beute meist im Ganzen verschlingen, sammeln sich im Magen die unverdaulichen Reste wie Haare und Knochen von Mäusen, Federn von Vögeln oder die Panzer von Insekten. Diese bilden im Magen einen Klumpen oder Ballen, welche die Eule vor der nächsten Mahlzeit wieder herauswürgt.

4. Eulen haben über Jahrhunderte hinweg die Menschen in verschiedenen Kulturen beeindruckt. Während einige Kulturen glaubten, Eulen seien Zauberer oder Herolde des Todes, symbolisierte die weiße Eule Weisheit und Ausdauer.

Schleiereule im Flug
Schleiereule im Flug

5. Eulen können ihren Kopf um 270 Grad drehen, das ist zwar keine komplette Umdrehung aber dennoch drei Viertel eines Kreises – erstaunlich, oder? Grund hierfür ist, dass die Augen der Eule anders funktionieren als die der anderen Vögel. Die Augen einer Eule werden von knöchernen Augenhöhlen gestützt, was bedeutet, dass sie ihre Augen nicht drehen können. Stattdessen drehen Eulen ihre Köpfe um bis zu 270 Grad.

Fakten 6-10

6. Eulen können lautlos fliegen. Die Federstruktur an der Vorderseite ihrer Flügel erinnert an Sägezähne, die die anströmende Luft „zersägen“. Die Flügel haben an den Rändern so genannte „Primärfedern“, die jeglichen Schall dämpfen, indem sie die Richtung des über sie hinwegströmenden Luftstroms so organisieren, dass die entstehenden Luftwirbel geräuschlos sind. Dies macht die Eule zu einem unschlagbaren Jäger.

Können Eulen schwimmen?

7. Eulen fressen manchmal auch andere Eulen. Die Eule ist ein fleischfressender Raubvogel und jagt am häufigsten kleinere Säugetiere wie Mäuse. Manchmal erbeutet sie aber auch andere Vögel – größere Eulen fressen sogar auch kleine Eulenarten.

8. Eulen füttern zuerst ihre stärksten Küken. So hart es auch klingen mag: die ältesten und stärksten Küken werden von den Eltern vor ihren Geschwistern gefüttert. Wenn das Futter knapp ist, verhungern die jüngsten Küken. In einigen Fällen werden die schwächsten Küken sogar von ihren stärkeren Geschwistern getötet.

Schleiereule
Schleiereule

9. Eulen sind weitsichtig und können Dinge in der Nähe nicht gut und klar sehen. Dies hängt damit zusammen, dass Eulen nachtaktive Tiere sind und in der Nacht gut sehen können müssen. Daher sind ihre Augen sehr lichtempfindlich und sehr groß. Nahrung, die direkt vor ihren Füßen liegt, sehen sie nicht, sondern müssen sie mit den Zehen oder den Schnabelborsten ertasten. Dafür können sie aber ihre Beute aus der Ferne exzellent erkennen und das Waldgelände nach ahnungslosen Säugetieren absuchen.

10. Eulen haben asymmetrische Ohren, die unterschiedlich groß und unterschiedlich hoch sind. Dadurch, dass das eine Ohr höher am Kopf liegt als das andere, wird das Geräusch mit einem gewissen Zeitunterschied erkannt. Aufgrund dieses Zeitunterschieds, mit dem der Schall das Ohr erreicht, kann die Eule die Positionen von Geräuschen in mehrere Richtungen lokalisieren.

Fakten 11-15

11. Nicht alle Eulen geben typische Eulen-Rufe „Hoo Hoo“ von sich. Vielmehr können Eulen unterschiedliche Laute wie Kreischen, Pfeifen, Zwitschern, Kreischen, Bellen, Knurren, Rasseln und Zischen erzeugen. So macht die Schleiereule zischende Geräusche, die östliche Kreischeule wiehert wie ein Pferd, und die nördlichen Sägeeule bleibt ihrem Namen treu und klingt wie ein alter Schleifstein, der eine Säge schärft.

12. Eulen haben außergewöhnlich lange Beine. Diese helfen ihnen auf der Jagd genügend Kraft zu generieren, um die Beute effektiv zu fangen und zu töten. Die Beine sind die treibende Kraft, gleich hinter den tödlichen Krallen, die bei der Jagd eingesetzt werden.

Eule bei der Jagd
Eule bei der Jagd

13. Eulen sind keine guten Nestbauer. Während andere Vögel ausgezeichnete Nester bauen, sind die Eulen bei weitem nicht so gut darin. Anstatt sich ihr eigenes Nest zu bauen, ziehen es Eulen vor, in Nistkästen oder leere Nester, die von anderen Vögeln verlassen wurden, einzuziehen. Während angenommen wird, dass männliche Eulen einen geeigneten Nistplatz suchen, sind es tatsächlich die weiblichen Eulen, die die Nistplätze auswählen. Der Brutplatz wird vom Eulenpaar verteidigt und für mehrere Monate bewohnt.

Wie alt werden Eulen?

14. Weibliche Eulen sind größer als männliche Eulen. Eine überraschende Tatsache bei Eulen ist, dass weibliche Eulen (zumindest bei den meisten Eulen-Arten) größer, schwerer und aggressiver sind als männliche Eulen. Die Weibchen sind im Allgemeinen 25% größer.

Eule Nahaufnahme
Eule Nahaufnahme

15. Das Eulenauge ist im Vergleich zu anderen Vogelarten komplexer gestaltet. Eine Eule hat drei Augenlider. Diese haben unterschiedliche Funktionen: eines wird zum Zwinkern verwendet, eines, um das Auge sauber zu halten und das dritte wird zum Abdunkeln beim Schlafen benötigt. Das dritte Augenlid wird auch als Niktitationsmembran bezeichnet. Diese Membran ist eine dünne Gewebeschicht, die sich diagonal über das Auge zieht und es von innen nach außen schließt.

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