Der Grünfink – Steckbrief

Der Grünfink fällt, wie der Name schon sagt, durch sein grünes Federkleid auf und ist in etwa so groß wie ein Buchfink. Er zählt zu den häufigsten Brutvögeln in Deutschland und ist ganzjährig zu beobachten. Als überaus neugieriger, furchtloser und geselliger kleiner Vogel ist er auch häufig in Gärten zu sehen – vor allem an der Futterstation.

Der Grünfink ist einer der lautesten Singvögel und sein Gesang lässt sich in zwei Kategorien einteilen. Zum einen kann er eher unmusikalische und krächzende Rufe von sich geben und zum anderen erklingen seine Töne in einem angenehmen Trillern und schnellem Zwitschern. Der kleine grüne Vogel klingt daher manchmal kanarienvogelartig. Mit seiner präsenten Art kann er auch mal andere kleine Vögel von der Futterstelle verscheuchen.

Obwohl der Grünfink nicht gefährdet ist, ist seit 2009 ein deutlicher Rückgang zu beobachten. Grund hierfür ist eine Infektion mit dem Erreger Trichomonas gallinae. Diese erfolgt vor allem an Futterstellen, die nicht regelmäßig und ausreichend gesäubert werden. Symptome wie lethargisches Verhalten, fehlender Fluchtreflex oder auch ein aufgeplustertes Gefieder deuten auf eine Infektion hin und sollten sofort gemeldet werden, um eine Ausbreitung zu stoppen.

Im Folgenden findet ihr einen ausführlichen Steckbrief zum Grünfink.

 

 

 

Allgemeine Fakten

Klasse

Vogel

Ordnung

Sperlingsvögel

Unterordnung

Singvögel

Gattung

Grünfinken

Familie

Finken

Art

Grünfink

Bestand

Nicht gefährdet

Lebenserwartung

Bis zu 5 Jahre / in Gefangenschaft bis zu 19 Jahre

Gewicht

20 – 38 g

Größe

14 – 16 cm

Äußere Merkmale

Federkleid

Oberseite: moosgrün mit gelben Streifen im Flügel

Unterseite: gelbgrün

Kopf: Grün

 

Flügelspitzen und Schwanzende: schwarz

Körperbau

Klein und kräftig

Schnabel

Blassrosa/elfenbeinfarben, kräftig

Füße

fleischfarben

Flügelspannweite

25 – 27 cm

Leben und Verhalten

Vorkommen

Europa, Nordafrika und Westasien

Lebensraum

Wälder, Lichtungen, Parkanlagen, Gärten

Brutplatz

Bäumen, Hecken, Sträuchern, Kletterpflanzen

Lebensweise

Monogam

Verhalten

Tagesaktiv, furchtlos, laut, gesellig

Besonderheiten

Schließt sich im Winter zu großen Schwärmen zusammen

Stimme

Kurzer, kräftiger Ruf / Trillern, Pfiffe

Fähigkeiten

Kann seine Körpertemperatur um mehr als drei Grad Celsius senken, um im Winter Energie zu sparen

 

Zugverhalten

Ganzjährig zu beobachten, Standvogel / teilweise Zugvogel

Nahrung

Pflanzliche Nahrung

u.a. Sämereien, Knospen, Früchten, Hagebutten

Tierische Nahrung

u.a. Insekten, Larven

Fortpflanzung

Paarungszeit

April bis Juni / 2 Jahresbruten

Eiablage

4 – 6 Eier

Brutdauer

14 Tage

Aufzucht

14 Tage  

Bedrohung

Natürliche Feinde

Parasiten, Sperber, Falke, Rabenvögel, Eulen, Rabenvögel, Katze, Marder

Mensch

Reduktion des natürlichen Lebensraums, Abholzung der Wälder, Insektizide, Pestizide

Natur

Wetter, Infektionskrankheiten, Klimawandel

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